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Uetz war schon Teil der Altmark, als diese noch bis
zu Ohre reichte.
Der Jerslebener Pastor Dr. Friedrich Danneil nennt
im Jahr 1896 in seiner Publikation "Der Landkreis
Wolmirstedt - Geschichtliche Nachrichten über
die 57 jetzigen und die etwa 100 früheren Ortschaften
des Kreises" als erste sichere Erwähnung
von Uetz das Landbuch von 1375.
Dort ist verzeichnet: "Usas ist wüst seit
dreißig Jahren."
Man kann also heute sicher davon ausgehen, dass die
Gemeinde Uetz seit dem Jahr 1345 besteht.
Im 15. Jahrhundert heißt es in einer Eintragung im
Landbuch, die Markgrafen von Brandenburg hätten in
den Hagen (Wald von "Usatz") gejagt. Uetz wurde im
Jahr 1448 zum Erzstift Magdeburg gerechnet.
Dreißig Jahre später, 1478, bestand das Dorf "Uesse",
war als Lehen des Erzbischofs in den Händen des Hennig
Bardeleben und ist von ihm im Jahre 1590 mit aller
Gerechtigkeit und Zubehör an den Ritter Busso von
der Schulenburg verkauft worden.
In dieser Zeit entstand die Uetzer-Linie dieses Geschlechts,
aus der später der Graf Friedrich Wilhelm von der
Schulenburg zu Kehnert hervorging. Uetz war Stammsitz
dieser Linie. Der Familie gehörten die Güter und Dörfer
Kehnert, Sandfurth, Cobbel, Mahlwinkel, Zibberick,
Schricke und Ramstedt.
Die Gemeinde Uetz wurde von den Schulenburg`s und
deren Nachfolgern bis zum Jahre 1907 verwaltet.
Um 1700 wurde Uetz wieder vollständig aufgebaut
und erneuert.
Ein Beispiel für den Wiederaufbau ist die im
Jahre 1725 errichtete Kirche. 1723 wurde der Gutsbesitz
durch Ludolph um Mahlwinkel und später noch weitere
Orte vergrößert. Im Jahre 1842 wird Uetz
als "Kolonistendorf" und "Gut" bezeichnet. Es hatte
damals 44 Wohnhäuser und 266 Einwohner, die aus
"Häuslern" und "Einsiedlern" bestanden.
Im Jahre 1815 verschob das Erzbistum Magdeburg seine
politischen Grenzen nach Norden. Uetz wurde dem Landkreis
Wolmirstedt zugeordnet, dessen damalige Grenze zwichen
den Orten Ringfurth und Polte verlief. Noch in den
Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts war diese durch
einen schmalen Rasenrain zu erkennen.
1852 erfolgte dann die Trennung der Rittergüter
Kehnert und Uetz, wodurch Uetz ein selbstständiges
Stammgut wird. Beide Dörfer, Kehnert und Uetz
, bildeten zu damaligen Zeitpunkt zusammen mit Sandfurth
bereits einen Gemeindeverband. Der jeweilige Amtmann
oder Amtsvorsteher hatte seinen Sitz in Kehnert und
war bis 1907 mit dem jeweiligen Gutsbesitzer identisch.
Die Landwirtschaft und die Holz verarbeitende Industrie
bildeten in unserem Ort die bestimmenden Produktionszweige.
Uetz, eine Landgemeinde unter vielen anderen, hatte
keine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Es gehörte
zu den Dörfern, die die sozialen Bedingungen
der jeweiligen Zeit recht gut widerspiegelte.
Blickauf das Gutshaus vom
Park...
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Blick auf den Hof des Gutshauses...
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Blick auf den Hof des Gutshauses......
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Erst nach der Wende im Jahre 1989 siedelten sich
im Ort neue Gewerbezweige an. Zu nennen wären
hier die Schubert
GmbH, die im Bereich Elektro- Anlagenbau tätig
ist und die
Barnick Heizung, Lüftung, Sanitär GmbH.
Die vielen Gutshalter bestimmten früher das
äußere Bild des kleinen Dorfes.
Das Ortsbild hat sich in den letzten Jahren wesentlich
verbessert. Mit vielen Ideen und großem Engagement
haben die Bürger der Gemeinde, zum Teil auch
durch Nutzung von Landesfördermitteln, ihren
Häusern ein schöneres Aussehen gegeben.
Aber auch die Gemeinde hat im Rahmen der Dorferneuerung
seit 1998 eine Vielzahl von Bauvorhaben realisiert,
die das Aus- und Ansehen des Dorfes verbessert und
die Lebensqualität für die Bewohner gesteigert
haben.
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