Die Geschichte der Uetzer Feuerwehr - Ortschaft Uetz

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Die Geschichte der Uetzer Feuerwehr

Die Uetzer Feuerwehr besteht seit dem Jahre 1917. Seit dieser Zeit trägt sie nicht nur zum Brand- und Katastrophenschutz bei, sondern hat sich immer engagiert an der Ausgestaltung des Dorflebens beteiligt.

Ein erstes wichtiges Ereignis für das Brandschutzwesen fand bereits 1858 statt. In diesem Jahr kaufte das damalige Rittergut eine Feuerspritze. Ein Spritzenhaus war schon vorhanden. Aber das war nicht von langer Dauer. Schon im Jahre 1880 wurde die Spritze anderweitig verwendet und das Spritzenhaus abgebrochen .

Erst als selbstständige Gemeinde, getrennt von Kehnert , erhält die amtierende Gemeindevertretung Kenntniss von der Verfügung des Königlichen Landesamtes zu Wolmirstedt vom 30. Juli 1907, betreffs Anschaffung einer Feuerspritze und den Bau eines Spritzenhauses .
Wahrscheinlich aus Geldmangel wird dieser Beschluss zunächst nicht umgesetzt.

Die erste bedeutsame Sitzung für das Uetzer Feuerlöschwesen findet im Jahre 1917 statt. Nun soll endlich der Bau eines Spritzenhauses und den Kauf einer Feuerspritze in Angriff genommen werden. In diesem Zusammenhang wurde gleichzeitg eine Uetzer Pflichtfeuerwehr gegründet.
Zum Brandschutzmeister wird der Gutsbesitzer Walter Höpke gewählt. Zu seinem Stellvertreter, Waldemar Besecke.
Auf seinen Antrag hin, erfolgte im Jahre 1928 der Beitritt zum Kreisfeuerwehrverband.

Leider lässt sich heute nicht mehr genau recherchieren, an welchem Tag genau die Gründung der Feuerwehr wirklich erfolgte. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Gründung der bestehenden Freiwilligen Feuerwehr Uetz im Laufe des Jahre 1928 vollzogen haben muss. Belegt wird dies durch ein Mitgliedsbuch der Freiwilligen Feuerwehr Uetz. Dort wird der Inhaber am 06.09.1928 als "Mitglied und Feuerwehrmann-Gründer" festgehalten.
Der erste Brandmeister war der damalige Ortsversteher, Schneidermeister Willy Winter.

Im Jahre 1930 wurde dann beschlossen, die sich im Ort befindenden Feuerwehr-löschteiche instandzusetzen. Hierfür sollten vorrangig Arbeitslose beschäftigt werden.

Aus den Kriegsjahren sind keine Angaben bekannt . Erst nach dem Krieg wird wieder die sehr gute Einsatzbereitschaft vom Brandmeister und Bürgermeister W. Winter erwähnt.

Trotz der personellen Schwierigkeiten in den 50ger Jahren stellte die Feuerwehr bei einem Großbrand in der Firma Besecke, im Jahre 1958, ihre Einsatzbereitschaft unter Bewies.
Da der Wiederaufbau der Uetzer Wehr nicht gelingen wollte, wurde 1962 von der Gemeindevertretung verlangt, eine Teilpflicht-Feuerwehr zu gründen.

Im Jahre 1963 erhielt die Feuerwehr einen Schlauchtrockenturm. Zu diesem Zeitpunkt gehörten der Wehr 26 Kameraden an.
Ein Jahr später wurde der Zisternenbau begonnen. Mit 900 Stunden und einen Wert von 6.700 Mark wurde der Bau in Eigenleistung realsiert.
Im selben Jahr wird die AG "Junge Brandschutzhelfer" in Uetz gegründet, die 14 Mitgliedern und einen Ausbilder zählte.

Als bedeutsames Eieignis in der Geschichte der Gemeinde Uetz wird Mitte der 60ger Jahre mit dem Naubau eines Feuerwehrgerätehauses und eines Wasserwerkes (Pumpenhaus) begonnen.
In freiwilliger Arbeit der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Uetz und vieler freiwilliger Helfer entstand ein neues Feuerwehrgerätehaus im Werte von 30.000 Mark.
Die Planung und statischen Berechnungen, sowie die Überwachung der Bauarbeiten erfolgten durch den Kameraden Brandinspektor Werner Besecke. Er war es auch, der in den Jahren 1945 bis 1979 wesentlichen Anteil an der Ausbildung der Feuerwehrleute hatte.
Am Vorabend des 20. Jahrestages der DDR wurde das neue Feuerwehrgerätehaus in feierlicher Form vom Vorsitzenden der Gemeinde Uetz, W. Buro, an den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Uetz, Kameraden Brandmeister Horst Behrend, seiner Zweckbestimmung übergeben. In Anerkennung seiner Verdienste um den Bau des Gebäudes wurde Kamerad Werner Besecke an diesem Tage mit einem historischen Löschzug zur feierlichen Übergabe des Gebäudes abgeholt.

 
 

Am 20. November 1969 erfolgt die Gründung einer Frauengruppe der FFw Uetz, die vorrangig vorbeugenden Brandschutz absicherm soltte .

Durch das im Jahre 1974 durch den Rat des Kreises, Abteilung Brandschutz, zur Verfügung gestellte Tanklöschfahrzeug, ergaben sich für die Uetzer Wehr neue Aufgabenstellungen. Der in den sich rund um den Ort befindlichen Wäldern des öfteren Brände entflammten, war das Tanklöschfahrzeug für die Gemeinde dringend nötig. Für die vielen Einsätze bei der Waldbrandbekämpfung wurdenoft besonders aktive Kameraden ausgezeichnet.

Die regelmäßigen Instandsetzungen und Reperaturarbeiten am Gerätehaus oder an der alternden Technik wurde von den Kameraden selbst durchgeführt, und das ist auch bis heute so geblieben.

Im Jahre 1988 erfolgte die Übergabe eines Tanklöschfahrzeuges vom Typ W 50 LA/TL 716. Der Eigentümer war der Rat des Kreises Stendal.

Nach der Wendezeit 1990 wurden auch im Brandschutz der örtlichen Feuerwehren gravierende Veränderungen wirksam. Die personelle Situation in der Uetzer Wehr war nicht besonders gut. Bedingt durch immer weiter entfernte Arbeitsorte vieler Kameraden und durch den Wegzug, insbesondere junger Uetzer, ist die Gewährleistung der Absicherung des Brand- und Katastrophenschutzes in den letzten Jahren immer schwieriger geworden.

 
 
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