Kirche und Chronik - Ortschaft Uetz

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Kirche und Chronik

Wir sind in der glücklichen Lage, anhand des vorliegenden Materials, über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren über die Entwicklung unseres Dorfes zu berichten.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Dr. Fritz G. Burow. Er konnte im Oktober 2005 aus alten Urkunden ein verlässliches Jahr für das Bestehen unserer Gemeinde recherchieren.

Uetz war schon Teil der Altmark, als diese noch bis zu Ohre reichte.

Der Jerslebener Pastor Dr. Friedrich Danneil nennt im Jahr 1896 in seiner Publikation "Der Landkreis Wolmirstedt - Geschichtliche Nachrichten über die 57 jetzigen und die etwa 100 früheren Ortschaften des Kreises" als erste sichere Erwähnung von Uetz das Landbuch von 1375.
Dort ist verzeichnet: "Usas ist wüst seit dreißig Jahren."
Man kann also heute sicher davon ausgehen, dass die Gemeinde Uetz seit dem Jahr 1345 besteht.

Im 15. Jahrhundert heißt es in einer Eintragung im Landbuch, die Markgrafen von Brandenburg hätten in den Hagen (Wald von "Usatz") gejagt. Uetz wurde im Jahr 1448 zum Erzstift Magdeburg gerechnet.

Dreißig Jahre später, 1478, bestand das Dorf "Uesse", war als Lehen des Erzbischofs in den Händen des Hennig Bardeleben und ist von ihm im Jahre 1590 mit aller Gerechtigkeit und Zubehör an den Ritter Busso von der Schulenburg verkauft worden.
In dieser Zeit entstand die Uetzer-Linie dieses Geschlechts, aus der später der Graf Friedrich Wilhelm von der Schulenburg zu Kehnert hervorging. Uetz war Stammsitz dieser Linie. Der Familie gehörten die Güter und Dörfer Kehnert, Sandfurth, Cobbel, Mahlwinkel, Zibberick, Schricke und Ramstedt.
Die Gemeinde Uetz wurde von den Schulenburg`s und deren Nachfolgern bis zum Jahre 1907 verwaltet.

Um 1700 wurde Uetz wieder vollständig aufgebaut und erneuert.
Ein Beispiel für den Wiederaufbau ist die im Jahre 1725 errichtete Kirche. 1723 wurde der Gutsbesitz durch Ludolph um Mahlwinkel und später noch weitere Orte vergrößert. Im Jahre 1842 wird Uetz als "Kolonistendorf" und "Gut" bezeichnet. Es hatte damals 44 Wohnhäuser und 266 Einwohner, die aus "Häuslern" und "Einsiedlern" bestanden.

Im Jahre 1815 verschob das Erzbistum Magdeburg seine politischen Grenzen nach Norden. Uetz wurde dem Landkreis Wolmirstedt zugeordnet, dessen damalige Grenze zwichen den Orten Ringfurth und Polte verlief. Noch in den Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts war diese durch einen schmalen Rasenrain zu erkennen.

1852 erfolgte dann die Trennung der Rittergüter Kehnert und Uetz, wodurch Uetz ein selbstständiges Stammgut wird. Beide Dörfer, Kehnert und Uetz , bildeten zu damaligen Zeitpunkt zusammen mit Sandfurth bereits einen Gemeindeverband. Der jeweilige Amtmann oder Amtsvorsteher hatte seinen Sitz in Kehnert und war bis 1907 mit dem jeweiligen Gutsbesitzer identisch.

Die Landwirtschaft und die Holz verarbeitende Industrie bildeten in unserem Ort die bestimmenden Produktionszweige. Uetz, eine Landgemeinde unter vielen anderen, hatte keine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Es gehörte zu den Dörfern, die die sozialen Bedingungen der jeweiligen Zeit recht gut widerspiegelte.

 
 

Erst nach der Wende im Jahre 1989 siedelten sich im Ort neue Gewerbezweige an. Zu nennen wären hier die Schubert GmbH, die im Bereich Elektro- Anlagenbau tätig ist und die Barnick Heizung, Lüftung, Sanitär GmbH.

Die vielen Gutshalter bestimmten früher das äußere Bild des kleinen Dorfes.

Das Ortsbild hat sich in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Mit vielen Ideen und großem Engagement haben die Bürger der Gemeinde, zum Teil auch durch Nutzung von Landesfördermitteln, ihren Häusern ein schöneres Aussehen gegeben. Aber auch die Gemeinde hat im Rahmen der Dorferneuerung seit 1998 eine Vielzahl von Bauvorhaben realisiert, die das Aus- und Ansehen des Dorfes verbessert und die Lebensqualität für die Bewohner gesteigert haben.


 
 
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