Wir in Amerika 2003 - Ortschaft Uetz

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Wir in Amerika 2003

Im Sommer 2003 waren es zwei junge Mädchen, die mit einem freien Stipendium eine Sesion im Camp des Blue Lake Fine Arts Camp. Annemarie Osoba aus Tangerhütte erlebte das Camp in einer Chorgruppe und Anne Wenzel aus Greifswald lernte eine anstrengende Ballettsession kennen. Hier nun der Bericht von Annemarie:

"Ich wünschte mir schon seit längerer Zeit einmal in die USA zu reisen. Nun sollte mein Traum wahr werden. Schon Wochen vor dem Abflug war ich wegen der ganzen Vorbereitungen sehr aufgeregt.
Durch eine Reihe von E-Mails, die ich vor der Reise mit meiner Gastfamilie austauschte, und ein Telefonat, lernte ich sie vorab schon näher kennen. Die Spannung stieg. Am 08.07.2003 war es endlich so weit. Anna und ich starteten unsere knapp 3-wöchige Reise vom Flughafen Frankfurt am Main aus. Nach etwa 16 Stunden Flug und einem Zwischenstop in Atlanta erreichten wir mitten in der Nacht Grand Rapids.
Dort wurden wir sehr herzlich von unserer Gastfamilie, den Wathen`s, empfangen.

 

Nachdem wir die erste Nacht bei Wathen`s verbracht hatten, fuhr unsere Gastmutter Lynne uns drei Mädels ( unsere Gastschwester Alison, Anna und mich) am nächsten Morgen ins Blue Lake Fine Arts Camp. Im Camp angekommen, trennten sich zunächst unsere Wege. Anna tanzte im Ballet. Alison und ich waren Mitglieder des Chores. In dem Camp waren über 1200 Jugendliche. 120 davon sangen mit mir im Chor. Ich hatte noch nie in einem Chor mit so vielen Sängern mitgesungen oder auch nur einen solchen gesehen. Das Gefühl war einfach gigantisch.

 
 

Bei all den vielen jungen Leuten fiel es mir nicht schwer neue Freunde kennenzulernen, mit denen ich in den nächsten 12 Tagen viel Spaß hatte.

 
 

Während den Pausen und nach den täglichen Proben spielten wir Karten, erzählten oder sangen ein bisschen zur Gitarrenbegleitung. Abends standen Konzerte verschiedener Orchester, Chöre oder Bands auf dem Programm. Außerdem gab es immer Aktivitäten in kleineren Gruppen wie zum Beispiel einem Abend am Lagerfeuer. Für das gesamte Camp wurde eine Talentshow und eine Disko organisiert, beides fand ich super.

 
 

An einem Abend trafen sich alle ausländischen Jugendlichen zu einem gemeinsamen Abendessen. Insgesamt waren es 16 junge Leute, die zum größten Teil aus Europa kamen. Dort lernten wir uns näher kennen und mir wurde bewusst, was für eine Chance es für mich war, auf diesem Weg die USA zu besuchen. Der Höhepunkt meines Campaufenthaltes war das Abschlusskonzert des Chores.

Vor allen Eltern der amerikanischen Campteilnehmer, auch Wathen`s waren gekommen um uns zu hören, gaben wir unsere acht Songs, die wir in den letzten Tagen gelernt hatten, zum Besten. Wir sangen Gospels, amerikanische Volkslieder, aber auch ein lateinisches und ein italienisches Lied. Die Atmosphäre war einfach unglaublich. Ich werde dieses Konzert niemals vergessen. Nachdem wir das letzte Lied gesungen hatten, fielen sich alle Chormitglieder vor Freude um den Hals.

Allerdings hieß es nun auch Abschied nehmen und das berührte uns schon sehr. Doch nach diesem unvergesslichen Aufenthalt im Blue Lake Fine Arts Camp war meine USA- Reise noch nicht beendet.

Die nächste Woche verbrachte ich nun mit Anna bei unserer Gastfamilie und lernte das amerikanische Familienleben kennen. Nachdem wir erstmal richtig ausgeschlafen hatten, um uns von den schönen, aber doch anstrengenden Tagen im Camp zu erholen, spielten wir am Montag Minigolf und hatten danach in einer Spielhalle eine Menge Spaß. In den folgenden Tagen fuhren wir an den Michigansee und erfrischten uns in den riesigen Wellen. Außerdem besuchten wir einen Zoo. Dieser Zoo war, wie viele andere Dinge in Amerika z.B Supermärkte, Autos, Straßen und Gebäude, nicht einmal annähernd mit den entsprechenden deutschen Sachen vergleichbar, da in den USA alles eine Nummer größer ist.

 
 

Doch das wohl eindrucksvollste und unvergesslichste Erlebnis war der knapp 2-tägige Aufenthalt in Chicago. Ich lernte die, wie ich finde, schönste Stadt der Welt auf verschiedene Weise kennen. Zunächst bei einer romantischen Kutschfahrt bei Nacht, bei der die nie schlafende Metropole sogar eine gewisse Ruhe ausstrahlte. Dann vom 103. Stockwerk eines der höchsten Gebäude der Welt, von wo aus Chicago wie eine Spielzeugstadt wirkte.

 
 

Und schließlich erlebte ich die ganze Vielfalt, Größe und das Durcheinander dieser Großstadt auf der berühmten Michigan Avenue, der Einkaufsstraße Chicagos, kennen. Dort kann man in kurzer Zeit mehreren Limosinen begegnen, in edlen, weltbekannten Modegeschäften einkaufen oder einfach nur den begabten Straßenmusikern zuhören.

 
 

Außerdem besuchten wir das größte Aquarium Amerikas, in dem wir eine Delfinshow ansahen und Tiere aus aller Welt beobachten konnten. Doch auch dieser Tag ging zu Ende, wir verließen Chicago und warfen einen letzten Blick auf die wunderschöne Skyline, bevor wir nach Michigan zurückfuhren. Unseren vorletzten Tag verbrachten wir im Freibad und genossen noch einmal das tolle Wetter. Dann hieß es leider Koffer packen, denn am nächsten Tag ging der Flieger nach Deutschland. Trotz der Vorfreude auf meine Eltern, fiel es mir recht schwer mich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Diese drei Wochen waren eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens und ich werde sie niemals vergessen. Leider verging diese Zeit viel zu schnell. Doch für mich steht fest: AMERIKA, ICH KOMME WIEDER!!! "

 
 
 
 
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